Obsolet durch Design: Institutioneller Selbstschutz und die Produktion epistämischer Misserfolge untersucht, wie zeitgenössische Institutionen epistämische Infrastrukturen aufrechterhalten, die trotz langanhaltender methodologischer Kritik bestehen bleiben. Aufbauend auf den Wissenschafts- und Technikstudien, der Wissenssoziologie und der Wissenschaftsphilosophie argumentiert der Artikel, dass institutionelle Obsoleszenz aus strukturellen Selektionsdruck entsteht, der Stabilität, Lesbarkeit und administrative Nützlichkeit über epistämische Genauigkeit priorisiert. Die Analyse führt infrastrukturelle Hygiene als messbare Eigenschaft epistämischer Systeme ein und zeigt, wie Nicht-Wartung – anstelle von Ignoranz – Abweichungen zwischen institutionellen Modellen und den Phänomenen, die sie zu repräsentieren behaupten, produziert. Der Artikel entwickelt das SignalRupture (SR)-Rahmenwerk als diagnostisches Werkzeug zur Überprüfung von Modellspezifikationen. Durch konzeptionelle Neuspezifikation zeigt SR, wie ausgelassene strukturelle Variablen Effektgrößen überhöhen, irreführende statistische Signifikanz erzeugen und zu umfassenderen Replikationsherausforderungen beitragen. Fallanalysen zu Gehorsamsforschung, Studien zum Belohnungsaufschub und Mindset-Interventionen veranschaulichen, wie institutionelle Methoden systematisch Kausalität falsch zuschreiben. Der Artikel schließt, indem er KI-Systeme als epistämische Stresstests positioniert, die Inkonsistenzen und verborgene Annahmen innerhalb institutioneller Modelle aufdecken, und indem er Wege skizziert, um epistämische Infrastrukturen zu rekonstruieren, die in der Lage sind, mit Komplexität und struktureller Variabilität umzugehen.
Signal Rupture (Sun) untersuchte diese Frage.
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