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ABSTRAKT Wann werden Individuen zu organisatorischen Themen Stellung beziehen, und wann werden sie schweigen? Wir schlagen vor, dass die organisationale Stimme maßgeblich von den Wahrnehmungen der Individuen über die Einstellungen zu einem Thema innerhalb ihrer Arbeitsgruppe beeinflusst wird. Insbesondere werden Individuen eher dazu neigen, sich zu äußern, wenn sie glauben, dass ihre Position von anderen unterstützt wird, und schweigen, wenn sie glauben, dass dies nicht der Fall ist. Wir erklären dies anhand der von Noelle‐Neumann (1974, 1985, 1991) vorgeschlagenen ‚Spirale des Schweigens‘, die in der öffentlichen Meinungsforschung weit verbreitet ist und erklärt, wie Mehrheitsmeinungen im Laufe der Zeit dominant werden und Minderheitsmeinungen schwächer werden. Spiralen des Schweigens innerhalb von Gruppen können die offene und ehrliche Diskussion einschränken, die für die organisatorische Verbesserung entscheidend ist. Noelle‐Neumanns Spirale des Schweigens betont den horizontalen Druck, den die Bedrohung der Isolation und die entsprechende Angst vor Isolation ausüben, um zu verhindern, dass Menschen offen und ehrlich ihre Meinungen äußern. Wir argumentieren in diesem Papier, dass die Angst und die Bedrohung der Isolation insbesondere für Mitglieder unsichtbarer Minderheiten, wie schwule und lesbische Angestellte, besonders stark sind. Wir schlagen vor, dass sich eine zweite, vertikale ‚Spirale des Schweigens‘ durch Prozesse auf einer mikroben Ebene innerhalb der Arbeitsgruppe und der Organisation entwickeln kann. Diese zweite Spirale beginnt mit der Unfähigkeit, die eigene persönliche Identität innerhalb der Arbeitsgruppe vollständig auszudrücken, aufgrund eines negativen Meinungsklimas gegenüber einem bestimmten Aspekt der eigenen Identität. Dies gilt insbesondere für ‚unsichtbare‘ Diversitätsquellen wie die sexuelle Orientierung. Das Offenlegen einer potenziell störenden Identität könnte den sozialen Zusammenhalt beeinträchtigen: Das Verbergen hingegen kann den sozialen Austausch und den Austausch von Aufgaben hemmen und das Selbstwirksamkeitsgefühl reduzieren, was zu organisatorischem Schweigen führt. Eine alternative tugendhafte Spirale kann jedoch zu einer Situation führen, in der Individuen sich ermutigt fühlen, ihre organisationale Stimme zu äußern.
Bowen et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.