Pneumothorax ist eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche intraoperative Komplikation während der allgemeinen Anästhesie, deren frühe Erkennung oft aufgrund unspezifischer hämodynamischer und respiratorischer Veränderungen, die andere anästhetische oder chirurgische Probleme nachahmen können, herausfordernd ist. Das Risiko ist bei laparoskopischen Verfahren aufgrund von Pneumoperitoneum und möglicher Zwerchfell- oder Pleuraverletzung sowie bei Vorliegen einer bestehenden Lungenerkrankung, erhöhtem Atemwegsdruck, zentraler Venenkatheterisierung und Atemwegsmanipulation während der Intubation erhöht. Obwohl es eine seltene Komplikation bei laparoskopischen Operationen ist, kann eine verzögerte Diagnose zu Hypoxie, hämodynamischer Instabilität und tödlichen Ergebnissen führen. Wir berichten über einen Fall einer 34-jährigen Patientin (ASA II) mit Syndrom der oberen Mesenterialarterie und einer Vorgeschichte von Gastrojejunostomie, die sich einer Notfall-Duodenojejunostomie mit Umkehrung der Gastrojejunostomie unter allgemeiner Anästhesie unterzog. Die Patientin wurde erfolgreich intubiert und mit druckkontrollierter Beatmung ventiliert; jedoch stiegen intraoperativ die Atemwegsdrücke auf 29 cmH₂O, und die Kapnographie zeigte einen verzögerten Anstieg, was auf eine mögliche Luftstromobstruktion hinwies. Sie entwickelte bilaterales subkutanes Emphysem im Nacken, Sauerstoffdesaturation auf 85%, Tachykardie (120 bpm), Hypertonie (mittlerer arterieller Druck 119 mmHg) und erhöhtes end-tidal CO₂ (>55 mmHg). Die Operation wurde sofort gestoppt, die Platzierung des Endotrachealtubus wurde bestätigt, und die manuelle Beatmung mit 100% Sauerstoff verbesserte die Sauerstoffsättigung auf über 93%. Eingeschränkter Luftstrom im rechten Lungenfeld erweckte den Verdacht auf einen rechtsseitigen Pneumothorax, der durch intraoperative Röntgenaufnahme des Brustkorbs bestätigt wurde. Ein Notfall-Interkostaldrain wurde eingelegt, was zu einer schnellen Verbesserung der Beatmung und Oxygenierung führte. Der Eingriff wurde anschließend abgebrochen, und die Patientin wurde zur Überwachung auf die Intensivstation verlegt. Sie erholte sich ohne Komplikationen, wurde in stabilem Zustand entlassen und blieb im Nachsorgezeitraum asymptomatisch ohne Rückfälle. Dieser Fall hebt die entscheidende Bedeutung der Wachsamkeit, der frühen Erkennung von Warnsignalen und der schnellen Intervention hervor, um schwere Komplikationen zu vermeiden.
Feras M Al-Majmoai (Mon,) hat diese Frage untersucht.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: