Dieser Aufsatz schlägt vor, dass der Zeitpfeil — die intrinsische Richtung und Diskretheit der zeitlichen Entwicklung — als grundlegendes Axiom der Physik betrachtet werden sollte, anstatt als Phänomen, das aus anderen Prinzipien abgeleitet wird. Das Argument wird in Phasen vorgetragen: (1) der Anstieg der Entropie wird als statistisches Symptom und nicht als fundamentales Gesetz identifiziert; (2) die Kausalität wird als Voraussetzung für die zeitliche Richtung gezeigt, wodurch die Richtung logisch vorrangig wird; (3) es wird argumentiert, dass die zeitliche Richtung als gödelsche Voraussetzung des physikalischen Formalismus fungiert — notwendig für das Funktionieren des Systems, aber innerhalb desselben nicht ausdrückbar; (4) die historische Analogie zur ultravioletten Katastrophe motiviert die Addition von Diskretheit zur Richtung; (5) das kombinierte Axiom der Discrete Directed Temporality (DDT) soll das Problem der Quantenmessung auflösen, Singularitäten der Raum-Zeit beseitigen, die Diskrepanz der kosmologischen Konstante adressieren, räumliche Diskretheit durch Lorentz-Kovarianz erzwingen und einen natürlichen Rahmen für die Vereinigung der Quantenmechanik und der allgemeinen Relativitätstheorie bieten. Der Aufsatz positioniert DDT im Verhältnis zu bestehenden Programmen (Kausale Mengentheorie, kausale dynamische Triangulationen, Schleifenquantengravitation, GRW-Kollapsmodelle) und identifiziert testbare Vorhersagen, die es von der Standardphysik abgrenzen.
Ferran Cañizares Marín (Diens,) hat diese Frage untersucht.
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