Die digitale Transformation hat sich zu einer globalen Priorität im Hochschulwesen entwickelt und gestaltet Lehre, Lernen und Verwaltungsprozesse durch die Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) neu. Trotz dieses globalen Trends sehen sich tertiäre Institutionen in Ghana weiterhin mit anhaltenden Ungleichheiten beim ICT-Zugang, der Nutzung und der politischen Umsetzung konfrontiert. Bestehende Studien sind überwiegend einrichtungsbezogen oder fragmentiert, was ein umfassendes, sektorübergreifendes Verständnis einschränkt. Diese Studie untersuchte die Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, Nutzung, Integration, Herausforderungen und politische Umsetzung von ICT an öffentlichen und privaten tertiären Institutionen in Ghana. Basierend auf der Digital Divide Theory, dem Technology Acceptance Model (TAM) und der Institutional Theory wurde erforscht, wie strukturelle, verhaltensbezogene und Governance-Faktoren gemeinsam die digitale Transformation beeinflussen. Es wurde ein quantitatives Querschnittsumfragedesign verwendet, an dem 800 Teilnehmende – bestehend aus Studierenden, Lehrkräften und Verwaltungsmitarbeitenden aus tertiären Institutionen in den wichtigsten geographischen Zonen Ghanas – teilnahmen. Daten wurden mittels eines strukturierten Likert-Skalen-Fragebogens erhoben und mit der Statistiksoftware jamovi analysiert; angewendet wurden deskriptive Statistiken, unabhängige Stichprobent-Tests, Einweg-ANOVA und Korrelationsanalysen. Die Ergebnisse zeigten moderate ICT-Verfügbarkeit und -Zugänglichkeit, wobei private Institutionen die öffentlichen leicht übertrafen; zwischen städtischen und ländlichen Institutionen wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Die ICT-Nutzung und -Integration waren moderat, blieben jedoch schwach in Kernfunktionen der akademischen und administrativen Abläufe verankert. Technische Herausforderungen waren statistisch signifikant; finanzielle, kulturelle und institutionelle Hürden persistierten auf moderatem Niveau. Zudem zeigte die Umsetzung von ICT-Richtlinien keinen signifikanten Zusammenhang mit messbaren Ergebnissen der digitalen Transformation. Insgesamt deuten die Befunde darauf hin, dass sich Ghanas tertiäre Institutionen auf dem Weg zur Digitalisierung befinden, jedoch durch strukturelle und institutionelle Engpässe begrenzt sind. Eine nachhaltige digitale Transformation erfordert daher eine gestärkte Governance, gerechte Finanzierung, institutionellen Kapazitätsaufbau und konsequente politische Umsetzung, um technologische Adoption in eine sinnvolle und dauerhafte Veränderung zu überführen.
Francis Aposika (Do,) untersuchte diese Fragestellung.
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