Diese kritische Überprüfung untersucht, wie zeitgenössische Reformen zur Vielfalt, Gleichheit und Inklusion (DEI) in der MINT-Ausbildung das tiefere Projekt der epistemischen Dekolonisation ansprechen. Eingehüllt in kritische Rassentheorie, feministischen Wissenschaftsstudien und dekolonialer Forschung fragt sie, ob Inklusionsagenden über die repräsentative Erweiterung hinausgehen, um eurozentrische legitimitätsbasierte Hierarchien zu stören; welche pädagogischen und curricularen Innovationen pluriversale MINT umsetzen; und welche institutionellen Bedingungen den Wandel einschränken. Eine mehrstufige Suche in Scopus, Web of Science, ERIC, Google Scholar und grauer Literatur (2010–2025) ergab 152 Datensätze; eine PRISMA-informierte Sichtung erbrachte 80 Quellen für die interpretative thematische Synthese. Die Ergebnisse zeigen, dass DEI-Initiativen den Zugang und die Teilnahme erhöht haben, jedoch typischerweise Annahmen wissenschaftlicher Neutralität und Universalismus bewahren, sodass epistemische Ungerechtigkeit weitgehend intakt bleibt. Im Gegensatz dazu positionieren dekoloniale Innovationen, wie beispielsweise die „zwei-äugige“ Sicht, kulturell nachhaltige und ortsbezogene Pädagogiken, eine Integration von Geschichte, Philosophie und Soziologie der Wissenschaft sowie projektbasiertes Lernen, das in indigenen Wissenssystemen verankert ist, Lernende und Gemeinschaften als Mitproduzenten von Wissen und rahmen Wissenschaft als situativ und relational neu. Diese Praktiken bleiben jedoch aufgrund von Bewertungsregimen, Akkreditierungsdruck, Förder- und Tenure-Anreize, disziplinärem Gatekeeping und begrenzter Ausbildung von Lehrkräften peripher. Die Überprüfung argumentiert, dass bedeutende Reformen eine strukturelle Umkonfiguration der Lehrpläne, Bewertungen und institutionellen Belohnungssysteme erfordern, um multiple Epistemologien anzuerkennen, ethische Relationalität zu fördern und nachhaltige Partnerschaften mit der Gemeinschaft zu ermöglichen.
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Gamage et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
synapsesocial.com/papers/69d0af52659487ece0fa54bf — DOI: https://doi.org/10.3390/educsci16040559
Kelum A. A. Gamage
University of Glasgow
Shyama C. P. Dehideniya
University of Peradeniya
Shan Jayasinghe
Southampton Solent University
Education Sciences
University of Glasgow
University of Peradeniya
Southampton Solent University
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