Zirkuläre RNAs (circRNAs) sind eine einzigartige Klasse von kovalent geschlossenen Molekülen, die durch nicht-kanonisches Spleißen gebildet werden und sich durch eine deutlich höhere Stabilität im Vergleich zu linearen RNAs auszeichnen. Obwohl die erste circRNA vor einem halben Jahrhundert 1976 in einem Viroid entdeckt wurde, blieben sie mehrere Jahrzehnte weitgehend unbeachtet. In den letzten zehn Jahren jedoch hat das Interesse an circRNAs erheblich zugenommen, auch wenn ihre biologischen Funktionen und ihre allgemeine Bedeutung weiterhin umstritten sind. Es ist mittlerweile gut etabliert, dass circRNAs eine große und vielfältige Gruppe von Molekülen mit unterschiedlichen Ursprüngen und Eigenschaften darstellen. Sie wurden in einer breiten Palette von Organismen identifiziert, von Prokaryoten über Pflanzen bis hin zu Säugetieren, wo sie an der Regulierung zahlreicher zellulärer Prozesse beteiligt sind. Die einzigartigen Eigenschaften von circRNAs beginnen, für praktische Anwendungen genutzt zu werden, einschließlich ihrer Verwendung als Krankheitsbiomarker und Plattformen für die Entwicklung neuartiger therapeutischer Strategien. Diese Übersicht fasst das seit ihrer Entdeckung angesammelte Wissen über circRNAs zusammen und hebt die jüngsten Fortschritte im Verständnis ihrer Biologie und potenziellen Anwendungen hervor.
Filippenkov et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.