Zusammenfassung Trotz der sozialen, politischen und persönlichen Bedeutung von umstrittenen Todesuntersuchungen haben medizinisch-rechtliche Autopsien nur geringe sozialrechtliche Aufmerksamkeit erhalten. Indem ich das Verständnis für die Bedeutung von Pflege für die Toten in diesem Kontext erweitere, beginnt dieser Artikel, diese Lücke zu schließen. Dazu untersuche ich original empirische Daten aus Interviews mit anatomisch-pathologischen Technologen, die sowohl bei den Obduktionen assistieren als auch die Verantwortung für die Pflege des Leichnams vor und nach der Autopsie übernehmen. Ich argumentiere, dass Pflege in ihrer Praxis und Identität verwoben ist. Diese Pflege wird innerhalb eines komplexen Kontexts von Beziehungen und Regelungen vollzogen, sodass die Praxis gleichzeitig technisch und moralisch 'gut' sein kann (einschließlich von Handlungen, die über das Notwendige oder Vorgeschriebene hinausgehen). Bei dieser Argumentation erweitere ich das Verständnis von Pflege auf Beziehungen zu den Toten und trage neue Einblicke darüber bei, wie die koronerliche Gerechtigkeit Legitimität gewinnen kann und sollte.
Ian S. Jones (Mon,) untersuchte diese Frage.