Die Bewertung der Nierenfunktion bei Herzinsuffizienz ist entscheidend für die prognostische Einschätzung und hebt den Bedarf an validierten neuen Biomarkern hervor, um die Einschränkungen von Serumkreatinin zu überwinden.
Nierenfunktionsstörungen sind bei Patienten mit Herzinsuffizienz häufig und mit hoher Morbidität und Mortalität assoziiert. Herz- und Nierenfunktionsstörungen können sich gegenseitig durch mehrere Mechanismen verschlimmern, wie z.B. Flüssigkeitsüberlastung und erhöhten venösen Druck, Hypoperfusion, neurohormonale und entzündliche Aktivierung sowie begleitende Behandlungen. Die Wechselwirkung zwischen Herz- und Nierenfunktionsstörungen kann entscheidend für den Krankheitsverlauf und die Prognose sein. Nierenfunktionsstörungen werden konventionell durch eine reduzierte glomeruläre Filtrationsrate definiert, die aus Serumkreatininwerten berechnet wird. Diese Definition hat Einschränkungen, da Serumkreatinin abhängig ist von Alter, Geschlecht, Muskelmasse, Volumenstatus und renalen Hämodynamik. Veränderungen des Serumkreatinins, die mit der Behandlung mit Diuretika oder Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmern verbunden sind, sind nicht unbedingt mit schlechteren Ergebnissen assoziiert. Neue Biomarker könnten von zusätzlichem Wert sein, um eine frühe Verschlechterung der Nierenfunktion zu erkennen und die prognostische Bewertung zu verbessern, erfordern jedoch weitere Validierung. Daher ist die Bewertung der Nierenfunktion bei Patienten mit Herzinsuffizienz wichtig, da sie ihren hämodynamischen Status widerspiegeln und eine bessere prognostische Bewertung bieten kann. Die Prävention von Nierenfunktionsstörungen mit neuen Therapien könnte ebenfalls die Ergebnisse verbessern, auch wenn starke Beweise noch fehlen.
Metra et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.