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Oligodendrozyten sind die Myelinisationszellen des zentralen Nervensystems (ZNS). Sie sind das Endprodukt einer Zelllinie, die ein komplexes und präzise getaktetes Programm von Proliferation, Migration, Differenzierung und Myelinisierung durchlaufen muss, um schließlich die isolierende Hülle der Axone zu produzieren. Aufgrund dieses komplexen Differenzierungsprogramms und aufgrund ihres einzigartigen Stoffwechsels/Physiologie gehören Oligodendrozyten zu den anfälligsten Zellen des ZNS. In diesem Überblick beschreiben wir zunächst die verschiedenen Schritte, die schließlich zur Bildung reifer Oligodendrozyten und Myelinhüllen führen, wie sie durch Studien an Nagetieren enthüllt wurden. Anschließend zeigen wir Unterschiede und Ähnlichkeiten in der Entwicklung menschlicher Oligodendrozyten. Schließlich legen wir die verschiedenen Wege dar, die zum Verlust von Oligodendrozyten und Myelin bei menschlichen ZNS-Erkrankungen führen, und wir zeigen die unterschiedlichen Prinzipien auf, die zur Wiederherstellung von Myelinhüllen oder zu einem Versagen dabei führen.
Bradl et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.