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Soziale Netzwerkseiten (SNSs) sind virtuelle Gemeinschaften, in denen Nutzer individuelle öffentliche Profile erstellen, mit echten Freunden interagieren und andere Menschen basierend auf gemeinsamen Interessen kennenlernen können. Sie werden als ein 'globales Verbraucherphänomen' angesehen, mit einem exponentiellen Anstieg der Nutzung in den letzten Jahren. Anecdotische Fallstudien weisen darauf hin, dass eine 'Sucht' nach sozialen Netzwerken im Internet ein potenzielles psychisches Gesundheitsproblem für einige Nutzer darstellen könnte. Allerdings ist die zeitgenössische wissenschaftliche Literatur, die sich mit den süchtig machenden Eigenschaften von sozialen Netzwerken im Internet befasst, spärlich. Daher soll diese Literaturübersicht empirische und konzeptionelle Einblicke in das aufkommende Phänomen der Sucht nach SNSs bieten, indem sie: (1) Nutzungsmuster von SNS skizziert, (2) Motivationen für die SNS-Nutzung untersucht, (3) Persönlichkeiten von SNS-Nutzern betrachtet, (4) negative Folgen der SNS-Nutzung untersucht, (5) mögliche SNS-Sucht erkundet und (6) Spezifität und Komorbidität der SNS-Sucht beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen, dass SNSs überwiegend für soziale Zwecke genutzt werden, die meist mit der Aufrechterhaltung etablierter Offline-Netzwerke verbunden sind. Zudem scheinen Extravertierte soziale Netzwerkseiten zur sozialen Verbesserung zu nutzen, während Introvertierte sie zur sozialen Kompensation verwenden, was jeweils mit einer höheren Nutzung korreliert, ebenso wie geringe Gewissenhaftigkeit und hohe Narzissmus. Negative Korrelationen der SNS-Nutzung umfassen die Abnahme der Teilnahme an sozialen Gemeinschaften im realen Leben und akademischen Leistungen sowie Beziehungsprobleme, die jeweils auf eine potenzielle Sucht hinweisen könnten.
Kuss et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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