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Zusammenfassung Was beeinflusst die Berichterstattung der Nordmedien über Ereignisse und Missbräuche in expliziten Menschenrechtsbegriffen? Haben internationale NGOs Einfluss, und wenn ja, wann sind sie am effektivsten? Dieser Artikel beschäftigt sich mit diesen Fragen durch eine Regressionsanalyse der Menschenrechtsberichterstattung von The Economist und Newsweek von 1986 bis 2000, die 145 Länder abdeckt. Zunächst stellt er fest, dass diese beiden Medienquellen Missbräuche in Menschenrechtsbegriffen häufiger abdecken, wenn sie in Ländern mit höheren Niveaus an staatlicher Repression, wirtschaftlicher Entwicklung, Bevölkerung und Aufmerksamkeit von Amnesty International auftreten. Es gibt auch einige Hinweise darauf, dass politische Offenheit, die Zahl der Kampfopfer und Zivilgesellschaften die Berichterstattung beeinflussen, obwohl diese Effekte nicht robust waren. Zweitens wird festgestellt, dass die Pressemitteilungen von Amnesty International anscheinend weniger Einfluss auf die Berichterstattung der Medien haben, wenn es um Missbräuche in Ländern geht, die im Zentrum der Medieninteressen stehen. Tatsächlich kann Amnestys Pressearbeit effektiver sein, wenn sie sich mit Verletzungen in weniger beachteten Ländern befasst. Der Artikel führt dies auf die Sättigung der Berichterstattung über Missbräuche in stark medialisierte Länder zurück. Kumulative Aufmerksamkeit durch mehrere Journalisten und andere erhöht das Medienprofil eines Landes, macht es aber auch schwieriger, dass eine einzelne Stimme gehört wird. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Amnestys Pressearbeit möglicherweise einen größeren Einfluss auf die Medien hat, wenn sie sich auf Missbräuche in Ländern konzentriert, die von den Kernbereichen der Medieninteressen entfernt liegen. Insgesamt sind die Autoren ermutigt von der Sensibilität der Nordmedien gegenüber tatsächlichen Mustern der Repression und dem Lobbying von Amnesty, da beide darauf hindeuten, dass die Medien potenziell ein nützlicher Verbündeter im Kampf gegen Missbräuche weltweit sein könnten. Dennoch sind die ermutigenden Auswirkungen der Armut auf die Berichterstattung der Medien über Menschenrechte ein Grund zur Sorge.
Ramos et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.