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Aktuelle experimentelle Studien zeigen, dass Emotionen einen erheblichen Einfluss darauf haben können, wie wir denken, entscheiden und Probleme lösen. Dieses Papier präsentiert eine Reihe von vier Experimenten darüber, wie Emotionen das logische Denken beeinflussen. In zwei Experimenten mussten verschiedene Gruppen von Teilnehmern zuerst einen manipulierten Intelligenztest bestehen. Ihr emotionaler Zustand wurde durch Rückmeldungen verändert, dass sie hervorragend, schlecht oder durchschnittlich abgeschnitten hatten. Dann mussten sie eine Reihe von logischen Schlussfolgerungsproblemen (mit Wenn-p, dann-q-Aussagen) entweder in einem Wason-Auswahlaufgaben-Paradigma oder durch Probleme aus der logischen Aussagenrechnung lösen. Der Inhalt der Probleme hatte ebenfalls entweder einen positiven, negativen oder neutralen emotionalen Wert. Die Ergebnisse zeigten einen klaren Einfluss von Emotionen auf die Denkleistung. Teilnehmer in negativer Stimmung schnitten schlechter ab als Teilnehmer in positiver Stimmung, aber beide Gruppen wurden von den Denkern in neutraler Stimmung übertroffen. Der Inhalt des Problems hatte ebenfalls einen Einfluss auf die Denkleistung. In einem zweiten Satz von Experimenten lösten Teilnehmer mit Prüfungs- oder Spinnenphobie logische Probleme, deren Inhalte mit ihrer Angststörung (Spinnen oder Prüfungen) zusammenhingen. Die Leistung der spinnenphobischen Teilnehmer wurde durch den Spinneninhalt gesenkt, während die prüfungsängstlichen Teilnehmer nicht durch den examensbezogenen Inhalt betroffen waren. Insgesamt wurde im Gegensatz zu einigen früheren Studien kein Hinweis gefunden, dass die Leistung verbessert wird, wenn Emotion und Inhalt übereinstimmen. Diese Ergebnisse haben Konsequenzen für die Forschung zum kognitiven Denken und auch für die kognitiv orientierte Psychotherapie und die Behandlung von Störungen wie Depressionen und Angststörungen.
Jung et al. (Di,) untersuchten diese Frage.