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Dieser Artikel ist ein programmatischer Artikel, der einen neuen Ansatz zur Informationswissenschaft (IS) formuliert: die Domänen-Analyse. Dieser Ansatz besagt, dass der fruchtbarste Horizont für IS darin besteht, die Wissensdomänen als Denk- oder Diskursgemeinschaften zu untersuchen, die Teil der Arbeitsteilung der Gesellschaft sind. Der Artikel ist auch ein Übersichtsartikel, der eine interdisziplinäre Beschreibung der Forschung bietet und diese theoretische Sichtweise beleuchtet. Der erste Abschnitt präsentiert zeitgenössische Forschung in IS und teilt den grundlegenden Standpunkt, dass IS als soziale Disziplin und nicht als rein mentale Disziplin betrachtet werden sollte. Darüber hinaus werden wichtige Vorgänger dieser Sicht erwähnt und die Möglichkeiten sowie die Einschränkungen ihrer Ansätze werden diskutiert. Der zweite Abschnitt beschreibt aktuelle transdisziplinäre Tendenzen im Verständnis von Wissen. In angrenzenden Disziplinen der IS, wie Bildungsforschung, Psychologie, Linguistik und Wissenschaftsphilosophie, zeigt sich in den 1990er Jahren eine wichtige neue Sichtweise auf Wissen. Diese neue Sicht auf Wissen betont die soziale, ökologische und inhaltsorientierte Natur von Wissen. Dies steht im Gegensatz zu den formalen, computerähnlichen Ansätzen, die in den 1980er Jahren dominierten. Der dritte Abschnitt vergleicht die Domänen-Analyse mit anderen wichtigen Ansätzen in IS, wie z.B. dem kognitiven Ansatz. Der letzte Abschnitt skizziert wichtige Probleme, die untersucht werden sollen, wie beispielsweise, wie unterschiedliche Wissensdomänen den informativen Wert verschiedener Zugangspunkte zu Datenbanken beeinflussen. © 1995 John Wiley & Sons, Inc.
Hjørland et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.