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Krebs ist die zweithäufigste Todesursache weltweit und verantwortlich für fast 10 Millionen Todesfälle im Jahr 2020. Die aktuelle Standardbehandlung variiert je nach Art und Stadium der Erkrankung, umfasst jedoch allgemein Chirurgie, Chemotherapie und/oder Strahlentherapie. Es gibt Hinweise darauf, dass die Ganz- und Teilkörperexposition gegenüber ionisierender Strahlung niedriger Dosis auch eine effektive Therapie sein kann, da sie die Immunität gegen Krebs stimuliert. Eines der einschränkenden Faktoren in früheren klinischen Studien zur Strahlentherapie mit niedriger Dosis waren nachteilige hämatologische Ereignisse. Ähnliche hämatologische Veränderungen werden jedoch auch häufig nach Standardbehandlungen in der Onkologie berichtet. Diese Übersicht fasst die Auswirkungen verschiedener Krebstherapien auf die hämatologische Toxizität durch die Auswertung von Blutbildberichten zusammen. Die überprüfte Literatur erläutert hämatologische Trends bei Patienten, die einer Chemotherapie sowie einer Strahlentherapie mit hoher und niedriger Dosis unterzogen wurden. Im Allgemeinen können Strahlentherapie mit hoher Dosis und Chemotherapie weitreichende Veränderungen der Blutwerte zur Folge haben, wobei die schwerwiegendsten Auswirkungen mit Leukopenie verbunden sind. Insgesamt führt die Strahlentherapie mit niedriger Dosis im Vergleich zu Standardbehandlungen zu ähnlichen, jedoch milderen hämatologischen Veränderungen. Zusammengenommen sollten hämatologische Toxizitäten kein einschränkender Faktor für die Anwendbarkeit von Strahlentherapie mit niedriger Dosis als Krebsbehandlung sein.
Jameus et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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