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Die Fähigkeit, therapeutische Moleküle über die Blut-Hirn-Schranke (BHS) zu transportieren, stellt einen Durchbruch bei der Entwicklung von Werkzeugen zur Behandlung vieler mit dem zentralen Nervensystem (ZNS) assoziierter Krankheiten dar. Die BHS, die zwar vor infektiösen Erregern schützt, behindert jedoch die Aufnahme vieler Medikamente im Gehirn. Daher ist es von größter Bedeutung, sichere Shuttle zu finden, die die BHS überwinden können. Hier identifizieren wir ein neues peptid, das die BHS mit einzigartigen Eigenschaften transloziert. Lange wurde angenommen, dass kationische Sequenzen zwingend erforderlich sind, damit ein zell-penetrierendes Peptid (CPP) die zelluläre Internalisierung erreichen kann. Obwohl PepNeg bei physiologischem pH anionisch ist, ist es ein effizienter BHS-Translokator, der in der Lage ist, eine große Ladung (27 kDa) zu transportieren und gleichzeitig die Integrität der BHS aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus kann PepNeg zwei unterschiedliche Translokationsmethoden anwenden, energieabhängig und -unabhängig, was darauf hindeutet, dass eine direkte Penetration auftreten könnte, wenn niedrige Konzentrationen des Peptids den Zellen präsentiert werden. Die Entdeckung dieses neuen anionischen Trans-BHS- Peptids ermöglicht die Entwicklung neuer Liefersysteme für das ZNS und trägt dazu bei, die Rolle der elektrostatischen Anziehung bei der BHS-Translokation neu zu überdenken.
Neves-Coelho et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.