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Frühere Studien haben gezeigt, dass Sinnesbeeinträchtigungen die Lebensqualität älterer Menschen negativ beeinflussen, konnten jedoch keine konsistenten Ergebnisse zur Mortalität nachweisen. Wir untersuchten den prädiktiven Wert von Hör- und Sehstörungen auf die Mortalität in einer städtischen Population von 1140 nicht-institutionalisierten älteren Probanden im Alter von 70-75 Jahren. Basisinformationen wurden 1986 durch ein Tür-zu-Tür-Interview mit einem standardisierten Fragebogen gesammelt, und die sensorische Bewertung wurde mithilfe von Betthilfen durchgeführt: dem Flüsterton-Test für das Hören und dem Snellen-Diagramm für das Sehen. Die Gesamtmortalitätsrate nach 6 Jahren betrug 25,5 %, mit einem signifikanten Geschlechterunterschied (Männer = 37,5 %; Frauen = 19,8 %) und einer signifikanten Interaktion zwischen Geschlecht und Sinnesbeeinträchtigung. Die bivariate logistische Regression zeigte, dass ein Hördefizit mit einem signifikanten Anstieg des Mortalitätsrisikos nur bei Männern assoziiert war. Dieser Anstieg blieb signifikant, selbst nachdem die demografischen Variablen und der globale Gesundheitszustand kontrolliert wurden. Die multivariate logistische Regression zeigte, dass der Effekt des Hördefizits auf die Mortalität durch psychosoziale Parameter (Stimmung und soziale Beziehungsniveaus) vermittelt wurde. Die sensorische Bewertung durch einfache Betttests sollte Teil der routinemäßigen klinischen Bewertung älterer Menschen werden.
Appollonio et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.