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In den letzten Jahren haben Forscher zunehmend Interesse an den Einflüssen moralischer Faktoren auf Mobbing-Verhalten gezeigt. Dies ist die erste meta-analytische Übersicht, die ausschließlich die Beziehung zwischen moralischem Disengagement (MD) und den wesentlichen Rollen beim Mobbing - Täter, Opfer, Verteidiger und Zuschauer - untersucht. 47 unabhängige Stichproben mit insgesamt 43.809 Kindern/Jugendlichen (im Alter von 7-19 Jahren) wurden in diese Meta-Analyse einbezogen. Die Ergebnisse zeigten eine positive Beziehung zwischen MD und Mobbing (r = 0,31; 95% KI 0,27, 0,34), MD und Viktimisierung (r = 0,08; 95% KI 0,05, 0,12) sowie eine negative Beziehung zwischen MD und Verteidigung (r = -0,11; 95% KI -0,17, -0,04). Für MD und Zuschauer-Verhalten wurde keine signifikante Beziehung gefunden. Moderatoren wie Art des Mobbings (traditionell vs. Cybermobbing), Berichtstyp (Selbst- vs. Fremdbericht), Alter und Geschlecht wurden in die Analysen einbezogen. Die Ergebnisse werden im Kontext der relevanten Literatur diskutiert, wobei besonderes Augenmerk auf die Bedeutung der Unterscheidung zwischen schuldigen und gleichgültigen Zuschauern sowie die erhebliche Überschneidung von Mobbing und Viktimisierung im Cyber-Kontext gelegt wird.
Killer et al. (Thu,) haben diese Fragestellung untersucht.