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Cyanobakterien sind auf CO2-konzentrierende Mechanismen (CCMs) angewiesen, um in der heutigen Atmosphäre (0,04 % CO2) zu wachsen. Diese komplexen physiologischen Anpassungen erfordern ≈15 Gene, um zwei Arten von Proteinkomplexen zu produzieren: anorganische Kohlenstoff (Ci)-Transporter und 100+ nm große Carboxysomen-Kompartimente, die Rubisco mit dem Enzym Carboanhydrase (CA) einschließen. Mutationen, die eines dieser Gene stören, verbieten das Wachstum in der Umgebungsluft. Wenn keine plausible ancestrale Form - d.h. die ein einzelnes Gen fehlt - wachsen kann, wie ist das CCM entstanden? Hier testen wir die Hypothese, dass die Evolution des bakteriellen CCM von historisch hohen CO2-Niveaus "katalysiert" wurde, die über geologische Zeit abgenommen haben. Mithilfe einer E. coli-Rekonstitution eines bakteriellen CCM konstruierten wir Stämme, die ein oder mehrere CCM-Komponenten fehlten, und bewerteten ihr Wachstum über CO2-Konzentrationen. Wir erwarteten, dass diese Experimente die Bedeutung des Carboxysoms demonstrieren würden. Stattdessen fanden wir heraus, dass partielle CCMs, die CA oder Ci-Aufnahmengen ausübten, bei intermediären CO2-Niveaus (≈1 %) besser wuchsen als die Kontrollen und ähnliche Phänotypen in zwei autotrophen Bakterien, Halothiobacillus neapolitanus und Cupriavidus necator, beobachteten. Um zu verstehen, wie CA und Ci-Aufnahme das Wachstum verbessern, modellierten wir Autotrophie als kohlimitiert durch CO2 und HCO3-, da beide erforderlich sind, um Biomasse zu produzieren. Unsere Experimente und unser Modell skizzierten eine tragfähige Trajektorie für die CCM-Evolution, bei der abnehmendes atmosphärisches CO2 einen HCO3--Mangel induziert, der durch den Erwerb von CA oder Ci-Aufnahme gelindert wird, wodurch die Entstehung eines modernen CCM ermöglicht wird. Diese Arbeit unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung von Physiologie und Umweltkontext bei der Untersuchung der Evolution biologischer Komplexität.
Flamholz et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
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