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Hämodynamische Kräfte wie Fluid-Schubbspannung haben gezeigt, dass sie die Aktivität einer sich ausweitenden Familie von Genen modulieren, die an der Homöostase der Gefäßwand und der Pathogenese von Gefäßerkrankungen beteiligt sind. Wir haben den Effekt der Schubbspannung auf die Genexpression des Gewebe-Faktors (TF) in menschlichen Endothelzellen (ECs) und in einem Rattenarterienmodell der Okklusion untersucht. Gemessen durch reversen Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion führte die Exposition von ECs gegenüber einer Schubbspannung von 1,5 N/m2 zu einer zeitabhängigen Induktion endogener TF-Transkripte um über das 5-Fache. Die transiente Transfektion von TF-Promotermutanten in kultivierte ECs deutet auf die Beteiligung des Transkriptionsfaktors Egr-1 an der Vermittlung der Reaktion des TF-Promotors auf Schubbspannung hin. Um die Bedeutung der Flussinduktion von Egr-1 in vivo zu klären, haben wir ein flussbeschränktes Rattenarterienmodell etabliert und den Ausdruck von Egr-1 und TF an der Stelle des eingeschränkten Flusses mittels Immunhistochemie bestimmt. Wir berichten über einen Anstieg des Niveaus von Egr-1 und TF-Protein in ECs, die an der Stelle des eingeschränkten Flusses exprimiert werden. Die erhöhte Expression von Egr-1 und TF ist auf einen stark lokalisierten Bereich beschränkt, da kein signifikanter Anstieg des Niveaus an arteriellen Stellen distal zur Okklusionsstelle nachgewiesen werden kann. Diese Ergebnisse deuten auf eine direkte Rolle von Egr-1 in der flussvermittelten Induktion von TF und untermauern weiter die Bedeutung von Schubbspannung als Modulator der Funktion von endothelialen Genen in vivo hin.
Houston et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.