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Bezahlte Arbeit und Geschlechtergleichheit sind zentrale Elemente des internationalen Entwicklungsgedankens zur wirtschaftlichen Ermächtigung von Frauen. Neue digitale Technologien werden als Möglichkeiten zur Schaffung bezahlter Arbeitsplätze für marginalisierte Gruppen in Afrika, insbesondere für Frauen, angesehen. Der Aufstieg der Plattformökonomie (digital vermittelte Arbeit über Plattformen) wird beispielsweise als Allheilmittel gegen Armut und Informalität unter Frauen dargestellt. Doch die Beweise sind bislang anecdotal. Der Artikel stützt sich auf die empirische Forschung des Autors, die zwischen 2015 und 2021 zu zwei Arten digitaler Arbeit (Fernarbeit und ortsgebundene Arbeit) in Afrika durchgeführt wurde, und untersucht die Ergebnisse der Arbeitsqualität unter Frauen, die in fünf afrikanischen Ländern gig-arbeitend tätig sind. Der Artikel hebt neue geschlechterbasierte Ungleichheiten auf Plattformen hervor und die Wege, wie Frauen mit diesen Ergebnissen umgehen. Besonders herausgestellt werden wirtschaftliche Unsicherheiten, Diskriminierung am Arbeitsplatz, hohe Arbeitsintensität sowie nachteilige physische und psychische Auswirkungen unter Frauen, die auf Plattformen arbeiten. Er setzt sich für die Arbeitsrechte von Frauen ein und bietet politische Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Plattformökonomie.
Mohammad Amir Anwar (Fri,) hat diese Frage untersucht.