Wie ist das Kardiotoxizitätsprofil von in der Behandlung von Brustkrebs häufig verwendeten Mitteln?
Die Therapien bei Brustkrebs bergen spezifische kardiotoxische Risiken, die von Herzinsuffizienz bis zu Ischämie und Arrhythmien reichen, was eine Ausgangsrisikostratifizierung und bildgebende Überwachung erforderlich macht.
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart, die Frauen weltweit betrifft. In sämtlichen Szenarien werden die meisten Frauen mit einem ständig wachsenden Arsenal an therapeutischen Mitteln behandelt, das ihre Behandlungsergebnisse erheblich verbessert hat. Diese Therapien können jedoch auch mit signifikanten unerwünschten Ereignissen verbunden sein. Abgedeckte Bereiche: Diese Überprüfung soll den aktuellen Stand der Beweise hinsichtlich der potenziellen Kardiotoxizität von in der Behandlung von Brustkrebs häufig verwendeten Mitteln detailliert beschreiben. Dazu gehören chemotherapeutische Mittel, Anti-HER2-Therapien sowie CDK4/6- und mTOR-Inhibitoren. Darüber hinaus werden Fragen zur Risikostratifizierung und zu Überwachungsinstrumenten untersucht. Expertenmeinung: Kardiotoxizitäten, die mit Anthrazyklinen und Trastuzumab in Verbindung stehen, wurden umfassend untersucht. Es liegen nun erhebliche Beweise für zusätzliche Anti-HER2-Agents wie Pertuzumab, T-DM1 und Tyrosinkinase-Inhibitoren vor; insgesamt ist das Kardiotoxizitätsprofil beruhigend. Herzereignisse aufgrund der endokrinen Therapie sind hauptsächlich ischämisch und erfordern im Kontext einer verlängerten Therapie besondere Aufmerksamkeit. Neuartige Mittel, die in der Behandlung von hormonrezeptor-positiven Erkrankungen eine Rolle spielen, sind potenziell arrhythmogen, und das genaue Risiko muss weiter verfeinert werden. Bis heute bleibt die Beurteilung der Ausgangsrisikofaktoren vor Behandlungsbeginn und die kardiale Bildgebung vor und während der Behandlung der optimale Weg, um Herzfunktionsstörungen zu verhindern. Eine kardioprotektive Therapie in der primären Prävention ist weiterhin umstritten.
Martel et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.