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Zusammenfassung In den letzten drei Jahrzehnten hat die rechtliche Delegation der Geldpolitik an unabhängige Zentralbanken (CBI) den Status einer globalen Norm guter Regierungsführung erreicht. Die jüngste Gegenreaktion gegen diese Unabhängigkeit ist ein wichtiger, aber bisher wenig untersuchter Trend. Unser Artikel analysiert das Potenzial für Rücknahmen von Delegationen mit einem Fokus auf Lateinamerika, wo CBI effektiv zur Aufrechterhaltung der Preisstabilität beigetragen hat, aber wichtige politische Einschränkungen für Regierungen auferlegt hat. Wir theorieren, dass im Schatten der globalen Norm für CBI die zunehmende Distanz in den Präferenzen zwischen der Regierung und der Zentralbank sowie die verfahrensrechtlichen Hürden zur Änderung des Status quo die Intensität der Herausforderungen an den Delegationsvertrag oder den delegierten Agenten erklären. Eine Analyse der Häufigkeit unregelmäßiger Führungswechsel in Zentralbanken sowie Fälle von Politiserung und De-Delegation zeigen die Plausibilität unseres Arguments. Wir zeigen auch, dass in Lateinamerika die Reformen zur De-Delegation der Geldpolitik gering waren, da sie den Anforderungen Rechnung trugen, die die Delegation ursprünglich gerechtfertigt haben, aber die strengsten Beschränkungen für die Finanzierung der Regierung zurückgenommen haben.
Bodea et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.