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Chromatin, die physiologische Vorlage aller eukaryotischen genetischen Informationen, unterliegt einer vielfältigen Reihe posttranslationaler Modifikationen, die hauptsächlich die Aminotermini der Histone betreffen und somit den Zugang zur darunterliegenden DNA regulieren. Verschiedene Aminoterminalmodifikationen der Histone können synergistische oder antagonistische Interaktionsaffinitäten für chromatinassoziierte Proteine erzeugen, die wiederum dynamische Übergänge zwischen transcriptionell aktiven oder transcriptionell stillen Chromatinzuständen diktieren. Die kombinatorische Natur der histonalen Aminoterminalmodifikationen offenbart somit einen "Histon-Code", der das Informationspotenzial des genetischen Codes erheblich erweitert. Wir schlagen vor, dass dieses epigenetische Markierungssystem einen grundlegenden Regulationsmechanismus darstellt, der die meisten, wenn nicht alle, chromatin-gestützten Prozesse beeinflusst und weitreichende Konsequenzen für Zellschicksalsentscheidungen sowie für die normale und pathologische Entwicklung hat.
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Thomas Jenuwein
University of Vienna
C. David Allis
The Wistar Institute
Science
University of Virginia
Research Institute of Molecular Pathology
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Jenuwein et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.
synapsesocial.com/papers/69d7d7dd05ee2ba81dbee4d4 — DOI: https://doi.org/10.1126/science.1063127