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Wir beschreiben die klinischen, hämatologischen und genetischen Eigenschaften einer retrospektiven Serie von 126 Probanden aus 64 Familien mit erblicher Xerocytose. Zwölf Patienten aus sechs Familien trugen eine KCNN4-Mutation, fünf hatten die wiederkehrende p.Arg352His-Mutation und eine hatte eine neue Deletion an der Exon 7-Intron 7-Grenze. Neunundvierzig Familien trugen eine PIEZO1-Mutation, die in nur einem Drittel der Fälle bekannt und wiederkehrend war und in anderen Fällen private Sequenzvariationen aufwies; 12 neue wahrscheinlich pathogen wirkende Missense-Mutationen wurden identifiziert. Die beiden dominierenden Merkmale, die zur Diagnose führten, waren eine nach Splenektomie weiterhin bestehende Hämolyse und Hyperferritinemie, mit einer inkonstanten Korrelation zum Le Eiseninhalt, der durch magnetresonanztomografische Untersuchungen bewertet wurde. PIEZO1-vererbte Xerocytose war in den meisten Fällen durch kompensierte Hämolyse gekennzeichnet, perinatale Ödeme unterschiedlicher Schwere in mehr als 20% der Familien und ein hohes Risiko für thrombotische Ereignisse nach Splenektomie, einschließlich einer hohen Häufigkeit von portalen Thrombosen. Bei der KCNN4-assoziierten Krankheit waren die Hauptsymptome schwerere Anämie, Hämolyse und Eisenüberladung, ohne klare Anzeichen einer Dehydrierung der roten Blutkörperchen; daher wäre diese Störung besser als 'Gardos-Kanalopathie' zu beschreiben. Diese Daten zur größten Serie bisher zeigen, dass PIEZO1-vererbte Xerocytose und Gardos-Kanalopathie nicht dasselbe Krankheitsbild sind, obwohl sie Hämolyse, eine hohe Eisenüberladung und ineffiziente Splenektomie teilen. Sie demonstrieren die hohe Variabilität in der klinischen Ausprägung sowie die genetischen Grundlagen der PIEZO1-vererbten Xerocytose. Diese Ergebnisse werden helfen, die Diagnose der erblichen Xerocytose zu verbessern und Empfehlungen für das klinische Management bezüglich Splenektomie, Eisenüberladung und Schwangerschaftsnachsorge zu geben.
Picard et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.