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Die zentrale These dieses Papiers ist, dass eine cognitively und akademisch vorteilhafte Form der Zweisprachigkeit nur auf der Grundlage ausreichend entwickelter Fähigkeiten in der Erstsprache (L1) erreicht werden kann. Zwei Hypothesen werden formuliert und kombiniert, um zu dieser Position zu gelangen. Die Hypothese der "entwicklungsbedingten Interdependenz" schlägt vor, dass die Entwicklung von Kompetenz in einer Zweitsprache (L2) teilweise von der Art der bereits in L1 entwickelten Kompetenz abhängt, zu dem Zeitpunkt, an dem die intensive Auseinandersetzung mit L2 beginnt. Die "Schwellenhypothese" besagt, dass es Schwellenwerte linguistischer Kompetenz geben kann, die ein zweisprachiges Kind erreichen muss, um sowohl kognitive Nachteile zu vermeiden als auch die potenziell vorteilhaften Aspekte der Zweisprachigkeit zuzulassen, um seine kognitive und akademische Leistung zu beeinflussen. Diese Hypothesen werden in ein Modell der zweisprachigen Bildung integriert, in dem die Bildungsergebnisse als Funktion der Interaktion zwischen Hintergrund, Kindereingaben und bildungsrelevanten Faktoren erklärt werden. Es wird vorgeschlagen, dass viele Bewertungen von Programmen zur zweisprachigen Bildung unintrepetierbare Daten produziert haben, weil sie die Möglichkeit dieser Interaktionen in ihre Forschungsdesigns nicht einbezogen haben.
James Cummins (Fr.) hat diese Frage untersucht.