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Seit vielen Jahrzehnten war Escherichia coli das Hauptmodellorganismus für die Untersuchung von bakteriellen Membranlipiden. Die erhaltenen Ergebnisse dienten als Blaupause für die Biochemie der Membranlipide, doch es ist jetzt klar, dass es keine typische Zusammensetzung bakterieller Membranlipide gibt. Verschiedene bakterielle Arten weisen unterschiedliche Membranzusammensetzungen auf, und sogar die Membranzusammensetzung von Zellen einer einzigen Art ist nicht konstant, sondern hängt von den Umweltbedingungen ab, denen die Zellen ausgesetzt sind. Bakterielle Membranen weisen eine große Vielfalt an amphiphilen Lipiden auf, einschließlich der häufigen Phospholipide Phosphatidylglycerol, Phosphatidylethanolamin und Cardiolipin, der weniger häufigen Phospholipide Phosphatidylcholin und Phosphatidylinositol sowie einer Vielzahl anderer Membranlipide, wie zum Beispiel Ornithinlipide, Glycolipide, Sphingolipide oder Hopanoide. In dieser Übersicht geben wir einen Überblick über die in Bakterien bekannten Membranlipidstrukturen, die verschiedenen Stoffwechselwege, die an deren Bildung beteiligt sind, sowie die Verteilung der Membranlipide und Stoffwechselwege über taxonomische Gruppen.
Sohlenkamp et al. (Do,) untersuchten diese Frage.