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Anekdotische Berichte und empirische Beweise deuten darauf hin, dass Probleme mit der sensorischen Verarbeitung ein zentrales Merkmal von Autismus-Spektrum-Störungen sind. Diese Studie hatte zum Ziel zu untersuchen, ob Erwachsene mit Autismus-Spektrum-Störungen mehr sensorische Überempfindlichkeit berichten als Erwachsene ohne Autismus-Spektrum-Störungen. Ein weiteres Ziel der Studie war es, festzustellen, ob autistische Merkmale bei Erwachsenen mit und ohne Autismus-Spektrum-Störungen mit sensorischer Überempfindlichkeit assoziiert sind. Erwachsene mit (n = 221) und ohne (n = 181) Autismus-Spektrum-Störungen nahmen an einer Online-Umfrage teil. Der Autism Spectrum Quotient, die Raven-Matrizen und die Sensory Processing Scale wurden verwendet, um die Stichprobe zu charakterisieren. Erwachsene mit Autismus-Spektrum-Störungen berichteten von mehr sensorischer Überempfindlichkeit als Kontrollteilnehmer in verschiedenen sensorischen Bereichen (visuell, auditiv, taktil, olfaktorisch, gustatorisch und propriozeptiv). Sensorische Überempfindlichkeit korrelierte positiv mit autistischen Merkmalen (Autism Spectrum Quotient) auf einem signifikanten Niveau über die Gruppen hinweg und innerhalb der Gruppen. Erwachsene mit Autismus-Spektrum-Störungen erleben eine hohe sensorische Überempfindlichkeit gegenüber täglichen sensorischen Reizen. Es besteht eine positive Beziehung zwischen sensorischer Überempfindlichkeit und autistischen Merkmalen. Das Verständnis von sensorischer Überempfindlichkeit und Möglichkeiten, sie bei Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störungen zu messen, hat Auswirkungen auf Forschung und klinische Anwendungen.
Tavassoli et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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