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Die Produktion einer neuen und attraktiven ‚Japan Brand‘ – einer, die mit dem aufkeimenden globalen Bild von ‚Cool Japan‘, das mit der Popkultur Japans verbunden ist, resoniert – ist ein nationales Projekt, das seit 2002 in die japanische Strategie für geistiges Eigentum integriert ist, die vom Staat gefördert wird. Dieser Artikel untersucht kritisch die Japan Brand Strategie als einen staatlich betriebenen Produktionsstandort für Cool Japan Bilder und als eine Kulturpolitik, die darauf abzielt, ein spezifisches Gefühl kultureller Identität zu fördern. Detaillierte Rekonstruktionen der selektiven Aneignung kultureller Produkte, um ein neues kulturelles Bild für Japan zu schaffen, der Bedeutungen, die mit diesem Bild verbunden sind, und der Taktiken, die entwickelt wurden, um es zu verbreiten, heben hervor, wie problematisch es ist, marktgemachte Bilder von Cool Japan für nationale Zwecke zu approprieren. Darüber hinaus zeige ich durch die Untersuchung der verschiedenen Funktionen, die dieser nationalen Strategie zugeschrieben werden, dass sie zwar hauptsächlich als Mittel zur Förderung der Industriepolitik und kulturellen Diplomatie Japans beworben wird, sie aber auch als Mechanismus gedacht ist, um die Nation in unruhigen Zeiten zu mobilisieren. Durch die Untersuchung der Japan Brand Strategie hebt dieser Artikel die Herausforderungen hervor, vor denen Kulturpolitiker heute stehen, und hinterfragt die zeitgenössische Relevanz des modernistischen Ansatzes des Staates als regulierendes kulturelles Planungsinstrument.
Michal Daliot‐Bul (Fr,) untersuchte diese Frage.