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Es ist bekannt, dass der entorhinale Kortex eine entscheidende Rolle in der räumlichen Kognition bei Nagetieren spielt. Neuroanatomische und elektrophysiologische Daten deuten darauf hin, dass es eine funktionale Unterscheidung zwischen 2 Subregionen innerhalb des entorhinalen Kortex gibt: dem medialen entorhinalen Kortex (MEC) und dem lateralen entorhinalen Kortex (LEC). Ratten mit MEC- oder LEC-Läsionen wurden in 2 Navigationsaufgaben trainiert, die allothetische (Wassertest) oder idiothetische (Wegintegration) Informationsverarbeitung erforderten, sowie in 2-Objekt-Erkundungsaufgaben, die Tests der räumlichen und nicht-räumlichen Verarbeitung von intramaze Objekten ermöglichten. MEC-Läsionen beeinflussten die Ortsnavigation im Wassertest geringfügig und führten zu einem Defizit in der Wegintegration. Sie veränderten auch die Verarbeitung räumlicher Informationen in beiden Erkundungsaufgaben, während die Verarbeitung nicht-räumlicher Informationen unberührt blieb. LEC-Läsionen hatten keine Auswirkungen auf die Navigationsfähigkeiten sowohl im Wassertest als auch in den Wegintegrationsaufgaben. Sie veränderten die räumliche und nicht-räumliche Verarbeitung in der Objekt-Erkundungsaufgabe, jedoch nicht in der Einmal-Erkennung. Insgesamt deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass der MEC wichtig für die räumliche Verarbeitung und Wegintegration ist. Der LEC hat einen gewissen Einfluss auf sowohl räumliche als auch nicht-räumliche Prozesse, was darauf hindeutet, dass die 2 Arten von Informationen auf der Ebene des EC interagieren.
Cauter et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.