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Zusammenfassung Die konzeptionelle Technikgestaltung (CE) wird allgemein als darauf ausgerichtet angesehen, mangelhafte Konzepte zu verbessern. In diesem Papier stellen wir diese Annahme in Frage: Wir argumentieren, dass CE häufig mit dem orthogonalen Ziel der konzeptionellen Anpassung unternommen wird. Wir entwickeln diese These mit Bezug auf das Zusammenspiel zwischen Technologie und Konzepten. Aufkommende Technologien können erheblichen Druck auf konzeptionelle Systeme ausüben und ‚konzeptionelle Störungen‘ auslösen. Zum Beispiel werfen Fortschritte in der künstlichen Intelligenz die Frage auf, ob KIs Agenten oder bloße Objekte sind, was als eine CE-Frage hinsichtlich der Konzepte AGENT und OBJEKT verstanden werden kann. Wir unterscheiden zwischen drei Arten von konzeptionellen Störungen (konzeptionelle Lücken, konzeptionelle Überschneidungen und konzeptionelle Fehlanpassungen) und argumentieren, dass wenn CE unternommen wird, um diese Störungen zu beheben, ihr primäres Ziel nicht darin besteht, Konzepte zu verbessern, sondern ihre funktionale Qualität zu erhalten oder zu verhindern, dass sie sich verschlechtern. Dies ist das charakteristische Ziel von CE, wenn sie in der Technologiephilosophie unternommen wird: die funktionale Rolle eines Konzepts oder konzeptionellen Schemas zu bewahren, anstatt zu verbessern, wie ein Konzept seine jeweilige Funktion erfüllt.
Hopster et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.