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Die Säuglingszeit ist eine Phase mit einem hohen Maß an intersubjektiver Variabilität, aber die neuronalen Grundlagen dieser Variabilität sowie die potenziellen genetischen und umweltbedingten Einflüsse sind weitgehend unerforscht. Die Beurteilung der funktionalen Konnektivität des Gehirns während der Säuglingszeit durch die Technik der funktionellen Magnetresonanztomographie im Ruhezustand (rsfMRI) (Biswal et al., 1995) bietet ein einzigartiges Mittel, um die neuronalen Grundlagen der intersubjektiven Variabilität während der Säuglingszeit zu untersuchen. In dieser Studie wurde eine ungewöhnlich große Stichprobe typischer entwickelnder Säuglinge rekrutiert, die 58 Einzelkinder, 132 dizygotische Zwillinge und 98 monozygotische Zwillinge mit rsfMRI-Scans in den ersten 2 Lebensjahren umfasst, um die räumlichen und zeitlichen Entwicklungs- sowie Variabilitätsmuster der intersubjektiven Variabilität und der genetischen Effekte auf die funktionale Konnektivität des Gehirns zu umreißen. Durch systematische voxelweise Analysen der funktionalen Konnektivität zeigten unsere Ergebnisse, dass die intersubjektive Variabilität bei der Geburt geringere Variabilität in primären Funktionsbereichen, aber höhere Werte in Assoziationsbereichen aufweist. Obwohl das relative Muster weitgehend konsistent bleibt, erfährt das Ausmaß der intersubjektiven Variabilität in den ersten 2 Lebensjahren ein interessantes U-förmiges Wachstum. Insgesamt zeigen die Muster der intersubjektiven Variabilität während der Säuglingszeit sowohl erwachsenenähnliche als auch spezifisch kindliche Merkmale (Mueller et al., 2013). Auf der anderen Seite wurden altersabhängige genetische Effekte beobachtet, die signifikante, aber bidirektionale Beziehungen zur intersubjektiven Variabilität aufweisen. Die zeitlichen und räumlichen Muster der intersubjektiven Variabilität und der genetischen Beiträge zur funktionalen Konnektivität des Gehirns, die in dieser Studie dokumentiert sind, werfen Licht auf die weitgehend unerforschte funktionale Entwicklung des Gehirns während der Säuglingszeit.
Gao et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.