Schadstoffe mit aufkommendem Besorgnis (CECs) stellen aufgrund ihrer Persistenz, Toxizität, Bioakkumulationspotenzial und Ko-Vorkommen als chemische Mischungen komplexe und kumulative Risiken für aquatische Ökosysteme dar. Diese Studie wendet einen multikriteriellen Risikobewertungsrahmen an, um CECs in behandeltem Abwasser und empfangenden Oberflächengewässern zu priorisieren, indem drei komplementäre Methodologien integriert werden: Vorkommen–Persistenz–Bioakkumulation–Toxizität, deterministische Risikofaktoren und toxische Einheiten. Der Rahmen harmonisiert gefahr- und wirkungsbasierte Indikatoren durch ein normiertes Rangschema und integriert ausdrücklich die Mischtoxizität unter Verwendung von Konzentrations-additions-Metriken. Der Ansatz wurde als Machbarkeitsnachweis an einem realen Datensatz demonstriert, der aus einer breiten chemischen Screening-Untersuchung des behandelten Abwassers einer dezentralen Kläranlage abgeleitet wurde, wobei 66 CECs nachgewiesen wurden. Die Mischrisikobewertung ergab, dass die kumulativen Risiken die akzeptierten Schwellenwerte um mehr als eine Größenordnung überstiegen, obwohl die meisten einzelnen Verbindungen bei separater Bewertung ein niedriges oder moderates Risiko aufwiesen. Eine kleine Anzahl von Substanzen dominierte die gesamte Mischtoxizität, während ein erheblicher Teil des kumulierten Risikos bei Einzelverbindungsbewertungen übersehen worden wäre. Verbindungen wie Galaxolidon, Meclofenaminsäure, Fipronil, Clomipramin, Nifluminsäure und Diclofenac rangierten durchgängig hoch in gefahr-, risiko- und mischbasierten Kennzahlen. Die Studie hebt zudem die starke Abhängigkeit der Priorisierungsergebnisse von analytischer Abdeckung und standortspezifischen Bedingungen hervor. • Integrierte OPBT–RQ–TU-Priorisierung für die Überwachung von CECs in Abwasser • Top-Prioritäten umfassen Galaxolidon, Fipronil, Diclofenac und NSAIDs • Hochwertige, breit gefächerte analytische Daten sind für eine robuste Priorisierung unerlässlich • Mischtoxizität zeigt Risiken, die von Einzelverbindungsbewertungen unterschätzt wurden • Rahmen ermöglicht standortspezifische, risikobasierte Überwachung von Abwasserschadstoffen.
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Elena Koumaki
National Technical University of Athens
Evina Katsou
Imperial College London
Simos Malamis
National Technical University of Athens
Journal of Hazardous Materials
Imperial College London
National Technical University of Athens
Royal Society of Chemistry
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Koumaki et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
synapsesocial.com/papers/69d8930e6c1944d70ce04261 — DOI: https://doi.org/10.1016/j.jhazmat.2026.142002