Universitätsstudenten sind anhaltenden akademischen, beruflichen und sozialen Belastungen ausgesetzt. Campuswege als zentrale lineare Räume im Alltag besitzen ein erhebliches Potenzial, das Wohlbefinden zu beeinflussen, doch die bestehende Forschung hat weitgehend übersehen, wie ihre Umweltmerkmale die multidimensionale Gesundheit beeinflussen. Am Beispiel der Shenyang Jianzhu University identifizierte diese Studie häufig genutzte Wege mittels GPS-Tracking und Umfragen und analysierte quantitativ, wie Umweltfaktoren die Bereitschaft zum Gehen, emotionale Erfahrungen und soziale Interaktionen beeinflussen. Durch den Vergleich von Gruppen mit hohen und niedrigen Vorteilen wurden wichtige Umweltschwellenwerte ermittelt, um gesundheitsorientiertes Design zu informieren. Neben der Bestätigung einiger etablierter Erkenntnisse (z. B. dass tägliche Pendelwege Effizienz priorisieren, während Freizeitwege auf Erlebnisqualität abzielen), zeigte die Studie durch quantitative Analyse mehrere Mechanismen auf. So zeigte z. B. die "Wegzugänglichkeit" – ein Indikator für Komfort – eine signifikant negative Korrelation mit emotionalen Erfahrungen. Die Studie etablierte quantifizierbare Vorhersagemodelle und identifizierte Design-Schwellenwerte für Campuswege. Ein hoher ästhetischer Grünanteil war entscheidend für hohe Gesamtnutzen, während geringe Gebäudeeingrenzung und Vegetationskomplexität die soziale Interaktion förderten. Diese Leistung transformiert gesundheitsorientiertes Campuswegedesign von qualitativen Prinzipien zu einer messbaren und optimierbaren wissenschaftlichen Praxis und liefert somit eine empirische Grundlage und praktische Leitlinien für den Bau gesundheitsfördernder Campusumgebungen.
Ji et al. (Tue,) haben diese Fragestellung untersucht.