Zweck Die empirische Analyse untersucht die Übertragungskanäle der Brutto-Kernwärmeproduktion (NUC), die als Indikator für potenzielle Umweltgefährdungen durch die langfristigen Risiken radioaktiver Abfälle dient. Basierend auf einem Panel von 12 EU-Ländern und dem Vereinigten Königreich im Zeitraum 2000–2019 behandelt die Studie eine wichtige bisherige Forschungslücke bezüglich der räumlichen Interdependenz und Heterogenität institutioneller und regulatorischer Rahmenbedingungen, die NUC grenzüberschreitend beeinflussen. Methodik Die Studie zielt methodisch darauf ab, die verzögerten Auswirkungen dieser Reformen durch die Integration des ECT zu erfassen. Räumliche Durbin-Modelle (SDMs) mit festen (FE) und zufälligen Effekten (RE) sowie Quantilsregressionsmodelle (QRMs) werden ebenfalls eingesetzt. Endogenitätsbedenken werden durch paarweise Dumitrescu–Hurlin Panel-Kausalitätstests adressiert. Ergebnisse Nicht-wettbewerbliche Beschaffungspraktiken zeigen eine positive kurzfristige Beziehung zur NUC durch beschleunigte Projektgenehmigungen; die Vorteile nehmen jedoch im Zeitverlauf ab, begleitet von langfristigen Ineffizienzen und Korruptionsrisiken. Große öffentliche Beschaffungsverträge fördern die kurzfristige Entwicklung der Kernenergie, zeigen aber keine nachhaltige Wirkung. Die Studie weist zudem signifikante räumliche Spillover-Effekte nach, bei denen die Kernenergiepolitik eines Landes benachbarte Länder beeinflusst, was die Bedeutung grenzüberschreitender Koordination hervorhebt. Einschränkungen Es ist jedoch Vorsicht geboten bei der Interpretation der empirischen Ergebnisse, da der Fokus auf den geographischen Raum der EU die Anwendbarkeit der Erkenntnisse in anderen Regionen einschränken könnte. Praktische Implikationen Politisch wird die Notwendigkeit einer EU-weiten regulatorischen Harmonisierung, transparenter Beschaffungsprozesse und einer stärkeren finanziellen Kontrolle betont, um Herausforderungen durch nicht-wettbewerbliche Praktiken und Offshore-Finanzflüsse zu bewältigen. Öffentliche Partizipation in der Governance begrenzt die Expansion der NUC, da höhere öffentliche Ablehnung häufig zu politischen Kursänderungen und einem verstärkten Fokus auf erneuerbare Energien führt. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer koordinierten EU-Strategie, die öffentliche Bedenken mit langfristigen Nachhaltigkeitszielen in Einklang bringt. Originalität/Wert Der Beitrag der vorliegenden Forschung liegt darin, das erhebliche Risiko aufzuzeigen, das kurzfristige Beschaffungsstrategien für eine langfristige saubere Energiezukunft darstellen. Es wird gezeigt, dass nicht-wettbewerbliche Beschaffungspraktiken kurzfristige Vorteile durch beschleunigte Projektgenehmigungen bieten, diese Effizienz jedoch langfristig die institutionelle und Governance-Glaubwürdigkeit untergräbt. Hingegen ist robuste, stabile regulatorische Qualität wesentlich für nachhaltige Investitionsförderung. Die Ergebnisse stellen damit die Governance-Herausforderung neu dar und verdeutlichen, dass nachhaltige Kernenergiewege transparente, räumlich koordinierte regulatorische Rahmenwerke benötigen, die institutionelle Langlebigkeit über schnelle kurzfristige Umsetzungserfolge stellen.
Vasilis Nikou (Di,) untersuchte diese Fragestellung.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: