Dieses Papier hinterfragt die postpolitische Hypothese, dass die von oben nach unten gerichtete Mobilisierung von Expertenwissen zur Depolitizierung führt. Anhand von zwei Fallstudien zu Umweltkonflikten in Brüssel analysiert es, wie Wissen auch von unten mobilisiert wird und betont, dass weder Politizierung noch Depolitizierung garantiert sind. Mit der Entwicklung eines analytischen Rahmens zur Untersuchung der Wissenspolitik beleuchtet unsere Analyse, wie sowohl von oben nach unten als auch von unten nach oben gerichtete Politiken der Wissensproduktion, -vermittlung und -verbreitung städtische Umweltprobleme in Brüssel politisieren und depolitizieren. Dieses Papier trägt zu einem besseren Verständnis der Rolle von Wissen in der Umweltpolitik bei und zeigt, dass Wissen und Macht auf komplexe Weise miteinander verbunden sind.
Speybroeck et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.