Zusammenfassung Die Integration segregierter Betriebseinheiten in eine einzige "Katalysator-als-Reaktor"-Architektur stellt eine entscheidende Grenze in der Prozessintensivierung dar. Hier wird eine räumlich aufgelöste Grenzfläche durch strategische Partitionierung von Kupferspezies zwischen einem Kohlenstoffträger und einer ionischen Flüssigkeit (IL) überlagert. Innerhalb dieses Designs fungiert der Kohlenstoff-verankerte Cu als Elektronenreservoir, das Ladung zu solvatisierten aktiven Stellen treibt und ein robustes interfaciales Gradientenfeld erzeugt. Diese programmierbare elektronische Umgebung erleichtert bidirektionalen Elektronentransfer und senkt damit die Aktivierungsbarriere für C–Cl um 0,26 eV. Folglich liefert der räumlich optimierte 3Cu/C@2Cu-10IL-Katalysator eine nahezu vollständige Umwandlung von 1,1,2-Trichlorethan (>99%) mit >95% Selektivität für Vinylidenchlorid. Diese hohe Leistung übersetzt sich in einen Raum-Zeit-Ertrag von 170,21 g VDC ·g Metall −1 ·h −1 und einer geschätzten Kostensenkung von ~29,5% durch die Eliminierung von salzhaltigem Abwasser. Diese Arbeit etabliert die räumliche Kontrolle von aktiven Stellen als ein vielseitiges Paradigma zur Rationalisierung komplexer chemischer Umsetzungen.
Yue et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.