Hintergrund und Ziele: Unkontrollierte Blutungen bleiben eine der Hauptursachen für vermeidbare Todesfälle nach traumatischen Verletzungen. Orthopädische Traumata – insbesondere Verletzungen des Beckens, des Femurs und komplexe Extremitätenwunden – tragen erheblich zur Exsanguination und zu frühen traumaassoziierten Todesfällen bei. Zielsetzung: Diese narrative Übersichtsarbeit beschreibt die Entwicklung von Massivtransfusionsprotokollen (MTPs) vom militärischen zum zivilen Trauma, untersucht deren Integration in die orthopädische Traumatologie und skizziert zukünftige Richtungen in der Blutungskontrolle und Wiederbelebungswissenschaft. Methoden: Eine narrative Literaturübersicht wurde durchgeführt, die sich auf die Entwicklung von MTPs während jüngerer militärischer Konflikte und deren anschließende Anpassung an zivile Traumazentren konzentriert, mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen für das Management orthopädischer Traumata. Ergebnisse: In den letzten zwei Jahrzehnten haben MTPs die Trauma-Wiederbelebung revolutioniert, indem sie frühzeitige ausgewogene Transfusionsstrategien mit vordefinierten Verhältnissen von Erythrozyten, Plasma und Thrombozyten fördern. Diese Ansätze haben frühere Praktiken, die von Kristalloideinsatz und verzögerter Plasmagabe geprägt waren, ersetzt. Bei orthopädischen Traumata sind frühe Blutungskontrolle und Damage-Control-Orthopädie heute integrale Bestandteile der Damage-Control-Wiederbelebung. Prinzipien vom Schlachtfeld haben die Rolle des orthopädischen Chirurgen über die Skelettstabilisierung hinaus erweitert und eine aktive Beteiligung an der Blutungskontrolle in multidisziplinären Traumateams ermöglicht. Schlussfolgerungen: Die Übertragung militärischer Wiederbelebungsstrategien in die zivile Praxis hat die moderne orthopädische Traumaversorgung maßgeblich beeinflusst. MTPs haben die zentrale Rolle der orthopädischen Chirurgen in der frühen Blutungskontrolle und interdisziplinären Traumabehandlung gestärkt. Laufende Verbesserungen in Wiederbelebungsstrategien und Transfusionswissenschaft werden voraussichtlich die Ergebnisse bei Patienten mit schweren orthopädischen Verletzungen weiter optimieren.
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Vishnu Senthil
M. P. Roy
All India Institute of Medical Sciences
Apollo Medicine
All India Institute of Medical Sciences
University of Kalyani
Government Royapettah Hospital
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Senthil et al. (Tue,) untersuchten diese Fragestellung.
synapsesocial.com/papers/69d8958f6c1944d70ce06a1f — DOI: https://doi.org/10.1177/09760016261436517
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