Migrasomen sind eine kürzlich entdeckte Klasse von Organellen, die typischerweise an den Kreuzungen und Spitzen von Rückzugsfasern (RFs) in migrierenden Zellen entstehen. Diese monolayer vesikulären Strukturen umschließen eine Vielzahl von bioaktiven Molekülen und haben sich als an wesentlichen physiologischen Prozessen beteiligt erwiesen, einschließlich interzellulärer Kommunikation, embryonaler Entwicklung, Modulation des immunologischen Mikromilieus und mitochondrialer Homöostase. Neben ihren physiologischen Rollen hat sich herausgestellt, dass Migrasomen auch eng mit der Pathogenese verschiedener Krankheiten assoziiert sind. Dazu gehören Nieren- und Netzhautschäden, vaskuläre Störungen sowie die Initiierung und Progression multipler Tumoren wie Gliom, Osteosarkom, Leberkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Angesichts ihrer aufkommenden Bedeutung in der normalen Physiologie und bei Krankheiten bieten Migrasomen vielversprechende Möglichkeiten als neuartige Biomarker und therapeutische Ziele, die neue Wege für die Forschung in der Zellbiologie und der translationalen Medizin eröffnen. In diesem Review fassen wir die jüngsten Fortschritte in der Migrasomenforschung zusammen, mit einem besonderen Fokus auf ihre Beteiligung an Krankheitsmechanismen - ein Bereich von wachsender Bedeutung angesichts der aktuellen Einschränkungen in der klinischen Behandlung. Wir geben auch Perspektiven für zukünftige Forschungsrichtungen und die potenziellen translationalen Anwendungen von Migrasomen.
He et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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