Erhebliche Veränderungen in den Arbeitsbeziehungen, hervorgerufen durch die Entwicklung der digitalen Wirtschaft, haben zur Entstehung neuer Beschäftigungsformen geführt, insbesondere der Gig Economy. Solche Beschäftigungsformen verursachen jedoch zahlreiche Probleme bezüglich des sozialen Schutzes der Arbeitnehmer und bedürfen einer internationalen rechtlichen Regelung. Ziel dieser Studie war es, die Probleme und Herausforderungen der Gig Economy im Kontext der internationalen rechtlichen Regelung des Arbeitnehmerschutzes zu analysieren und Vorschläge zur Anpassung bestehender internationaler Normen zu entwickeln. Die Forschungsmethodik basierte auf einer vergleichenden Rechtanalyse internationaler Normen und regionaler Ansätze zur Regulierung der Arbeitsbeziehungen im Bereich der Gig Economy, der Bewertung der Rechtsprechungspraktiken in verschiedenen Jurisdiktionen sowie der Modellierung möglicher Optionen zur Vereinheitlichung der Rechtsregelung auf internationaler Ebene. Die Studie zeigte, dass Unterschiede in den arbeitsrechtlichen Ansätzen verschiedener Länder zu einem erheblichen rechtlichen Ungleichgewicht führen, was es erschwert, gleiche Rechte für Mitarbeiter digitaler Plattformen sicherzustellen. Es wurde festgestellt, dass das Konzept des unabhängigen Auftragnehmers von den Plattformen selbst häufig auf Mitarbeitende digitaler Plattformen angewandt wird, um arbeitsrechtliche Verpflichtungen zu umgehen. Die Nichtanerkennung der Beschäftigung von Mitarbeitern auf digitalen Plattformen durch die Arbeitsbeziehungen schafft sowohl Probleme beim Schutz der Rechte dieser Arbeitnehmer als auch gewährleistet eine gewisse Freiheit der Tätigkeit. Verschiedene Regelsetzungsansätze, die Praxis der Anwendung aktueller Gesetzgebung und Methoden zur Bestimmung tatsächlicher Arbeitsverhältnisse wurden identifiziert, insbesondere durch die Bewertung des Kontrollniveaus, der Abhängigkeit und der Form der Arbeitsorganisation. Daraus ergibt sich der Bedarf, einheitliche internationale Normen einzuführen, die Fragen der Definition moderner Beschäftigungsformen, einschließlich damit verbundener Tätigkeiten, abdecken. Diese Empfehlungen können zur Entwicklung von Konzepten, Politiken sowie nationalen und internationalen Rechtsakten verwendet werden, die den Arbeitnehmerschutz in der digitalen Ära fördern und staatliche Wirtschaftsinteressen im Zusammenhang mit Arbeitstätigkeit sichern.
Sergii Shevchenko (Fri,) untersuchte diese Fragestellung.
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