Pankreatische β-Zellen halten die glykämische Homöostase durch eine hohe Insulinsynthese und -sekretion aufrecht, und ihre Funktion hängt von präziser Proteinfaltung und dem Redox-Mikroenvironment ab. Bei Diabetes stören Entzündungen, chronische Hyperglykämie und Lipotoxizität die Redox-Homöostase, mit erhöhten reaktiven Sauerstoffspezies und kompromittierten antioxidativen Abwehrmechanismen, die direkt die sekretorische Effizienz reduzieren und das Überleben der Zellen gefährden. Oxidativer Stress und Stress des endoplasmatischen Retikulums sind eng miteinander verbunden. Eine übermäßige oxidative Belastung erhöht die Faltungsanforderung und aktiviert chronisch die nicht gefaltete Proteinantwort, was das Kalziumsignal und das Redox-Gleichgewicht weiter stört und einen Teufelskreis bildet. Wenn der Stress des endoplasmatischen Retikulums von adaptiven zu schädlichen Ergebnissen übergeht, unterliegen die β-Zellen einem Rückgang des sekretorischen Phänotyps, einer Dedifferenzierung und Apoptose, was zum Verlust von β-Zellmasse und -funktion führt. Als Interventionen können chemische Chaperone und antioxidative Strategien gemeinsam die ER- und oxidativen Belastungen senken und die Inselzellfunktion verbessern. Tauroursodeoxycholsäure und 4-Phenylbutyronsäure erhöhen die Faltungskapazität und verbessern die metabolischen Phänotypen in verschiedenen Modellen. Insgesamt bieten Kombinationsansätze, die auf der Kontrolle der Faltungsqualität und dem Redox-Gleichgewicht basieren, translationales Potenzial, doch optimale Dosis und Timing, langfristige Sicherheit und Verträglichkeit mit bestehenden blutzuckersenkenden Therapien müssen noch definiert werden. Dieser Überblick fasst diese mechanistischen Verbindungen und therapeutischen Fortschritte zusammen und erörtert zentrale Herausforderungen und Perspektiven.
He et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.
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