Diese ethnographische Studie untersucht die gelebten Erfahrungen von Frieden und Konflikt in einem peri-urbanen Viertel von Juba, Südsudan. Basierend auf 14 Monaten Feldforschung analysiert sie, wie die Bewohner das komplexe Zusammenspiel von formalen Friedensabkommen, anhaltender Unsicherheit und lokalisierten Regierungsstrukturen navigieren. Der Artikel argumentiert, dass alltägliche soziale Praktiken – einschließlich informeller Streitbeilegung, wirtschaftlicher Bewältigungsstrategien und der Neuverhandlung gemeinschaftlicher Identitäten – eine kritische, wenn auch fragil soziale Infrastruktur bilden, die einen Zustand der 'Stasis' aufrechterhält, der sich sowohl vom Krieg als auch vom positiven Frieden unterscheidet. Die Ergebnisse stellen top-down-Analysen des Friedensprozesses in Frage, indem sie die Handlungsfähigkeit gewöhnlicher Bürger im Umgang mit endemischer Unsicherheit in den Vordergrund stellen.
Abraham Kuol Nyuon (Ph.D) (Sun,) hat diese Frage untersucht.