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Allgemeine psychiatrische Bewertungsinstrumente decken die DSM-IV dissoziativen Störungen nicht ab. Viele großangelegte epidemiologische Studien führten aufgrund dieses Defizits in ihrer Methodik zu verfälschten Ergebnissen. Dennoch ergaben Screening-Studien, die diagnostische Instrumente zur Bewertung von dissoziativen Störungen verwendeten, Lebenszeitprävalenzraten von etwa 10 % in klinischen Populationen und in der Allgemeinbevölkerung. Besondere Populationen wie Bewerber für psychiatrische Notaufnahmen, Drogenabhängige und Frauen in der Prostitution zeigten die höchsten Raten. Daten aus epidemiologischen Studien unterstützen auch klinische Beobachtungen über die Beziehung zwischen belastenden Kindheitserlebnissen und dissoziativen Störungen. Somit stellen dissoziative Störungen ein verborgenes und vernachlässigtes Problem der öffentlichen Gesundheit dar. Eine bessere und frühzeitige Erkennung von dissoziativen Störungen würde das Bewusstsein für Kindestraumata in der Gemeinschaft erhöhen und deren Prävention sowie die klinischen Folgen unterstützen.
Vedat Şar (Wed,) untersuchte diese Frage.