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Am Ende der SPOT4-Mission wurde 2013 ein viermonatiges Experiment durchgeführt, um hochauflösende Satellitendaten mit hoher räumlicher (20 m) und hoher zeitlicher (5 Tage) Auflösung zu erheben. Neben dem SPOT4 (Take5)-Datensatz verwendeten wir mehrere Landsat5-, 7-, 8-Bilder, um die Variationen in der Konzentration von schwebenden Partikeln (SPM) in den trüben Gironde- und Loire-Mündungen (Frankreich) zu dokumentieren. Die aus Satelliten abgeleitete SPM-Konzentration wurde mit automatisierten in-situ-Trübungsmessungen aus zwei Überwachungsnetzwerken validiert. Die Kombination einer multi-temporalen atmosphärischen Korrekturmethodik mit einem Verhältnis der Near-Infrared- zu sichtbaren Reflexionsbändern ermöglichte die quantitative Bestimmung der SPM-Oberflächenkonzentration in moderat bis extrem trüben Gewässern (38–4320 g·m−3), mit einer Genauigkeit, die ausreichte, um die maximal traumatische Zone (MTZ) in beiden Flussmündungen zu erkennen. Ein solcher Multi-Sensoransatz kann auf hochauflösende Satellitenarchive und die neue ESA Sentinel-2-Mission angewendet werden. Er bietet einen vielversprechenden Rahmen, um die Reaktion der estuarinen Ökosysteme auf globale Veränderungen in beispielloser räumlich-zeitlicher Auflösung zu untersuchen.
Gernez et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.