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Der Goldschmidt-Toleranzfaktor (t) ist ein empirischer Index zur Vorhersage stabiler Kristallstrukturen von Perowskitmaterialien. Ein t-Wert zwischen 0,8 und 1,0 ist vorteilhaft für eine kubische Perowskitstruktur, während größere (>1) oder kleinere (<0,8) Werte des Toleranzfaktors in der Regel zu nicht-Perowskitstrukturen führen. CH(NH2)2PbI3 (FAPbI3) kann in der Perowskit-α-Phase (schwarze Phase) mit guten photovoltaischen Eigenschaften existieren. Es hat jedoch einen großen Toleranzfaktor und ist stabiler in der hexagonalen δH-Phase (gelbe Phase), mit einer δH-zu-α-Phasenübergangstemperatur, die höher als Raumtemperatur ist. Andererseits wird CsPbI3 bei Raumtemperatur aufgrund seines kleinen Toleranzfaktors in einer orthorhombischen Struktur (δO-Phase) stabilisiert. Wir haben festgestellt, dass durch die Legierung von FAPbI3 mit CsPbI3 der effektive Toleranzfaktor angepasst werden kann und die Stabilität der fotoaktiven α-Phase der gemischten Festkörperperowskitlegierungen FA1–xCsxPbI3 erhöht wird, was mit unseren Berechnungen aus erster Prinzipien übereinstimmt. Dünne Filme der Perowskitlegierung FA0.85Cs0.15PbI3 zeigen eine deutlich verbesserte Stabilität in einer hochfeuchten Umgebung; dies steht im starken Kontrast zu dem reinen FAPbI3-Film, bei dem der α-zu-δH-Phasenübergang (der mit einer Vergilbung des Erscheinungsbildes verbunden ist) durch feuchte Umgebungen beschleunigt wird. Aufgrund der Phasestabilisierung zeigte die Festkörperlegierung FA0.85Cs0.15PbI3 eine bessere Leistung von Solarzellen und Geräte-Stabilität als ihre FAPbI3-Pendants. Unsere Studien deuten darauf hin, dass die Anpassung des Toleranzfaktors durch Festkörperlegierung eine allgemeine Strategie zur Stabilisierung der gewünschten Perowskitstruktur für Solarzellenanwendungen sein kann.
Li et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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