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„Wikifizierung von GIS durch die Massen“ ist ein Begriff, der erstmals 2005 von Kamel Boulos geprägt wurde, zwei Jahre vor Goodchilds Begriff „Volunteered Geographic Information“. Sechs Jahre später (2005–2011) sind OpenStreetMap und Google Earth (GE) nun vollwertige, durch Crowdsourcing entstandene „Wikipedien der Erde“ par excellence, mit Millionen von Nutzern, die eigene Layer zu GE beitragen, Fotos, Videos, Notizen und sogar 3D-Modelle an Standorte in GE anhängen. Von der Nutzung von Twitter im partizipativen Sensing und fahrradmontierten Sensoren im allgegenwärtigen Umweltsensing über die Erstellung eines Geo-Mashups mit 100.000 Sensoren unter Nutzung der Semantic Web-Technologie bis hin zur 3D-Visualisierung von Innen- und Außenüberwachungsdaten in Echtzeit und der Entwicklung der nächsten Generation kollaborativer natürlicher Benutzerschnittstellen, die die räumlich aktivierten öffentlichen Gesundheits- und Notfallsituationsräume der Zukunft antreiben werden, in denen Sensordaten und Bürgerberichte in Echtzeit von verteilten Fachteams beurteilt und bearbeitet werden können, bietet dieser Artikel eine umfassende Übersicht zum Stand der Technik der sich überschneidenden Bereiche des Sensor Web, der Bürgersensorik und des „Human-in-the-loop Sensing“ in der Ära des Mobil- und Sozialen Webs sowie die Rollen, die diese Bereiche in Umwelt- und öffentlicher Gesundheitsüberwachung sowie Krisen-/Katastropheninformatik einnehmen können. Wir bieten eine tiefgehende Übersicht zu den zentralen Themen und Trends in diesen Bereichen, den Herausforderungen bei der Analyse und Entscheidungsfindung mit Echtzeit-Crowdsourcing-Daten (wie Probleme von Informationsüberlastung, „Rauschen“, Fehlinformation, Verzerrungen und Vertrauen), den Kerntechnologien und Open Geospatial Consortium (OGC) Standards (Sensor Web Enablement und Open GeoSMS) sowie einige herausragende Projektumsetzungsbeispiele aus aller Welt.
Boulos et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.