Key points are not available for this paper at this time.
Kurzfassung Zweck: Ziel ist es, das bekannte Erscheinungsbild von kutikulären Drusen, subretinalen drusenoiden Ablagerungen (retikuläre Pseudodrusen) und weichen Drusen zu charakterisieren, wie es durch multimodale Fundusbildgebung sichtbar gemacht wird, und ein erklärendes Modell zu erstellen, das diese Beobachtungen berücksichtigt. Methoden: Die berichteten Farb-, Fluoreszenzangiographie-, Autofluoreszenz- und spektrale Domänen-OCT-Bilder von Patienten mit kutikulären Drusen, weichen Drusen und subretinalen drusenoiden Ablagerungen wurden überprüft, ebenso wie aktuelle Bilder von betroffenen Augen. Repräsentative histologische Schnitte wurden untersucht. Die Geometrie, Lage und Bildgebungseigenschaften dieser Läsionen wurden bewertet. Eine Hypothese basierend auf dem Beer-Lambert-Gesetz der Lichtabsorption wurde aufgestellt, um diese Beobachtungen zu erklären. Ergebnisse: Kutikuläre Drusen erscheinen als zahlreiche, gleichmäßige, runde, gelb-weiße punktuelle Ansammlungen unter dem retinalen Pigmentepithel (RPE). Weiche Drusen sind größere, gelb-weiße, kuppelförmige Ablagerungen unter dem RPE. Subretinale drusenoide Ablagerungen sind polymorphe, hellgraue, miteinander verbundene Ansammlungen über dem RPE. Basierend auf dem Modell erscheinen sowohl kutikuläre als auch weiche Drusen gelb, da kürzwelliges Licht durch einen Doppelpass durch das RPE entfernt wird. Subretinale drusenoide Ablagerungen, die auf dem RPE liegen, sind nicht der Abschwächung von kurzwelligem Licht ausgesetzt und erscheinen daher bei Betrachtung mit blauem Licht ausgeprägter. Die Lage und Morphologie des extrazellulären Materials in Beziehung zum RPE und die damit verbundenen Veränderungen der RPE-Morphologie und Pigmentierung schienen die primären Bestimmungsfaktoren für das Erscheinungsbild von Drusen in verschiedenen Bildgebungsmodalitäten zu sein. Fazit: Obwohl kutikuläre Drusen, subretinale drusenoide Ablagerungen und weiche Drusen aus gemeinsamen Komponenten bestehen, sind sie durch multimodale Bildgebung aufgrund von Unterschieden in Lage, Morphologie und optischen Filtereffekten durch drusenoides Material und das RPE unterscheidbar.
Spaide et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.