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Ziel dieser Studie ist es, das Ausmaß der spontanen Knochenheilung nach der Zystenentfernung sowie deren beitragende Faktoren zu bewerten. Prä- und postoperative Computertomographien (CT) von aufeinander folgenden Patienten, die eine Enukleation von Kieferzysten durchgemacht hatten, wurden retrospektiv analysiert. Die Ergebnisvariable war das Heilungsverhältnis, das unter Verwendung des Volumens der Zyste vor der Operation und des Volumens des Defekts im Knochen nach der Operation berechnet wurde. Prädiktorvariablen wie Dauer der Beobachtung, präoperative Zystengröße, Alter, Geschlecht und betroffener Kiefer wurden analysiert, um ihren Einfluss zu bestimmen. Vierundvierzig Probanden (30 männlich und 14 weiblich, durchschnittlich 40,7 ± 15,7 Jahre) wurden in diese Studie eingeschlossen. Das Heilungsverhältnis war im ersten Jahr (33,5 ± 32,8 %) signifikant niedriger im Vergleich zum zweiten Jahr (74,5 ± 24,2 %) und den darauffolgenden Jahren (74,2 ± 17,8 %). Bei 35 Patienten mit Nachuntersuchungen von über einem Jahr war das Heilungsverhältnis nicht von der präoperativen Zystengröße und dem Ober-/Unterkiefer betroffen, außer beim Geschlecht (p = 0,037, weiblich > männlich) und Alter (p = 0,021, jünger als 30 Jahre > 30 Jahre und älter). Der verbleibende Defekt war signifikant größer bei Zysten von 3 cc oder mehr (1,64 ± 1,54 cc) im Vergleich zu kleineren Zysten (0,43 ± 0,42 cc, p = 0,006). Das Volumen des verbleibenden Defekts großer Zysten war ähnlich dem präoperativen Volumen kleiner Zysten (1,47 ± 0,72 cc). Zusammenfassend war das spontane Knochenheilungsverhältnis von post-enukleierten Defekten nach 12 Monaten etwa 73,5 %. Große Zysten (> 3 cc) hatten größere Defekte, vergleichbar mit dem Volumen kleiner Zysten, jedoch mit verändertem Kontur. Zusätzliche Behandlungen wie ein Knochentransplantat sollten besonders bei großen Zysten in Betracht gezogen werden.
Ku et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.