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Dieses Papier befasst sich erneut mit dem Konzept der Flüchtlingslabeling, das ich vor fast zwei Jahrzehnten ausgearbeitet habe. Unter radikal unterschiedlichen Bedingungen werden die zeitgenössische Relevanz und Nützlichkeit des Konzepts neu untersucht und wiederhergestellt. Formuliert zu einer Zeit regional begrenzter, massenhafter Flüchtlingsmigration im Süden in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren, argumentiert das Papier, dass das Konzept nach wie vor wichtige Einblicke in die Auswirkungen von institutioneller und bürokratischer Macht auf das Leben von Flüchtlingen in einer globalisierten Ära transnationaler sozialer Transformationen, gemischter Migrationsströme und der anhaltenden Präsenz großflächiger Flüchtlingsmigration bietet. Der Kern des Papiers argumentiert, dass die ‚bequemen Bilder‘ von Flüchtlingen, die in der Vergangenheit innerhalb eines co-optierenden humanitären Diskurses etikettiert wurden, durch eine Zersplitterung des Labels verdrängt wurden, die durch die Notwendigkeit getrieben wird, globalisierte Prozesse und insbesondere Muster der Migration und erzwungenen Migration zu steuern. Das Papier bewertet das Konzept neu unter Verwendung der drei ursprünglichen Axiome – Bildung, Transformation und Politisierung des Labels ‚Flüchtling‘. Das Hauptargument ist, dass in der gegenwärtigen Ära: a) die Bildung des Flüchtlingslabels Ursachen und Muster der erzwungenen Migration widerspiegelt, die viel komplexer sind als in der Vergangenheit, im Gegensatz zu einer im Wesentlichen homogenen Konnotation in der Vergangenheit; b) als Reaktion auf diese Komplexität wird das Flüchtlingslabel durch eine institutionelle ‚Zersplitterung‘ transformiert, um die neue Migration zu steuern; c) Regierungen, und nicht NGOs wie in der Vergangenheit, sind die vorherrschende Instanz in den gegenwärtigen Prozessen der Transformation des Flüchtlingslabels, ein Prozess, der von nördlichen Interessen getrieben wird; d) das Flüchtlingslabel ist durch die Reproduktion institutioneller Zersplitterung und durch die Einbettung in den breiteren politischen Diskurs über den Widerstand gegen Migranten und Flüchtlinge politisiert worden.
Roger Zetter (Fr,) hat diese Frage untersucht.
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