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Mehrere Prozesse können zur Erwerbung motorischer Fähigkeiten beitragen, aber es wird angenommen, dass viele dieser Prozesse Schlaf oder das Verstreichen langer Zeiträume von mehreren Stunden bis zu vielen Tagen oder Wochen erfordern. Hier zeigen wir, dass innerhalb eines Zeitrahmens von Minuten zwei verschiedene, schnell wirkende Prozesse die motorische Anpassung antreiben. Ein Prozess reagiert schwach auf Fehler, behält jedoch Informationen gut, während der andere stark reagiert, aber eine geringe Behaltensfähigkeit hat. Dieses Zwei-Zustände-Lernthema macht die überraschende Vorhersage einer spontanen Erholung (oder Anpassungsrückfall), wenn das Fehlerfeedback nach einer Anpassungs-Extinktions-Trainingseinheit auf Null gehalten wird. Wir verwendeten ein neuartiges Paradigma, um diese Vorhersage im menschlichen motorischen Lernen beim Greifen experimentell zu bestätigen, und zeigen, dass die Interaktion zwischen den Lernprozessen in diesem einfachen Zwei-Zustände-System eine einheitliche Erklärung für mehrere verschiedene, scheinbar nicht verwandte Phänomene der motorischen Anpassung bietet, einschließlich Einsparungen, anterograder Interferenz, spontaner Erholung und schnellem Vergessen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die motorische Anpassung von mindestens zwei verschiedenen neuronalen Systemen abhängt, die unterschiedliche Empfindlichkeiten für Fehler haben und Informationen mit unterschiedlichen Raten behalten.
Smith et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.